Mai 9, 2021

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Sauna – Die Entspannung nach dem Sport ist wichtig

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Sauna - Die Entspannung nach dem Sport ist wichtig

Die Sauna ist inzwischen weit über die Landesgrenzen Finnlands, wo sie ursprünglich herstammt, bekannt. Der unvergleichliche, weltweite Siegeszug der Sauna muss also eine logische Erklärung haben. Dieser Beitrag soll ein wenig das Wunder und den Erfolg der Sauna erklären, Aufschluss über den Ablauf und die Wirkungsweise des Saunierens geben, sowie diverse Saunaarten und die Auswirkungen auf die Gesundheit etwas näher beleuchten.

Die Sauna von innen

Eine Finnische Sauna besteht innen grundsätzlich aus Holz. Ein sich im Raum befindender Saunaofen (früher oftmals Ölöfen, heute vermehrt Elektroöfen) kann auf 80°C bis 130°C erhitzt werden. Der Saunaraum ist mit Holzsitzbänken ausgestattet, die – je nach Größe der Sauna und Wunsch der Betreiber – auf zwei bis drei unterschiedlichen Höhen stufenweise angebracht sind.

Das Hauptaugenmerk liegt dabei darauf, dass warme bzw. heiße Luft nach oben steigt. Somit nimmt auch die Temperatur in der Sauna nach oben hin zu. Wer also auf der obersten Stufe sitzt, kann die höchste Hitze in der Sauna genießen. Während des Saunierens wird ständig Frischluft zugeführt, die zum einen sofort durch den Ofen erhitzt wird und somit dafür sorgt, dass eine konstante Temperatur vorherrscht. Zum anderen ist somit auch eine notwendige Luftzirkulation sichergestellt.

Damit die hohe Luftfeuchtigkeit beibehalten bzw. sogar erhöht wird, damit gleichzeitig die gefühlte Temperatur in der Sauna steigt, wird während des Saunierens immer wieder Wasser auf die sich auf dem Saunaofen befindenden heißen Steine gegossen. Dieser Vorgang wird als Aufguss bezeichnet. Der Aufguss erzeugt den sogenannten löyly-Wasserdampf (sprich: löülü). Im Laufe der Zeit hat es sich mehr und mehr verbreitet, ätherische Öle in den Aufguss zu geben. Ebenfalls weit verbreitet – zumindest in Mitteleuropa – hat sich das Verteilen des entstehenden Dampfes durch Handtuchschlagen.

Aufgussarten

Zu den am meisten bzw. weit verbreitetsten Aufgussarten zählen neben den bereits erwähnten aromatischen Aufgüssen durch Duftöle,

  • der Eis- und Schneeaufguss: die dabei verwendeten Eiswürfel schmelzen gleichmäßig und erzielen demnach einen intensiveren Effekt,
  • der Salzaufguss: bei dem Salzwasser verwendet wird, welches beim Verdampfen die Luft mit Salz anreichert und somit besonders für Allergiker, Asthmatiker und Hautgeschädigte zu empfehlen ist,
  • der Birkenaufguss: während des Aufgusses wird der Körper mit Birkenbüscheln geschlagen, damit die Blutzirkulation angeregt wird,
  • der Honigaufguss: hierbei wird der Körper vor dem Saunagang mit Honig eingerieben, damit dieser beim Schwitzen flüssig wird und in die Haut einzieht und
  • der Fruchtaufguss: dabei wird während des Aufgusses kaltes oder geschnittenes Obst als Vitaminzufuhr und Erfrischung verzehrt.

Das Wort Sauna stammt aus dem Finnischen. Im Ursprungsland der Sauna wird diese auch öfter als finnisches Bad oder Schwitzstube tituliert. Hierzulande hat sich jedoch auch der Begriff Sauna durchgesetzt.

Die Finnen haben die Sauna ursprünglich verwendet, um sich zu säubern bzw. den Körper durch jede Pore zu reinigen. Erst später konnten Untersuchungen feststellen, dass die Sauna ernorm positive Wirkungen auf den Körper sowie die Gesundheit hat. Dazu später mehr.

Verschiedene Arten von Saunen

Mit der oben beschriebenen finnischen Holzsauna sind sogenannte Dampf- oder feuchte Warmluftbäder vergleichbar. Ebenfalls sehr bekannt sind

  • das türkische Bad (Hamam),
  • das römische Dampfbad (Caldarium),
  • das russische Dampfbad (Banja),
  • das japanische Badehaus (Sento),
  • das irische Dampfbad oder
  • das mexikanische Temazcal.

Im Vergleich zur finnischen Sauna unterscheiden sich diese Sauna-Varianten überwiegend in Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswerten. Das türkische und russische Dampfbad erzielt Temperaturen zwischen 40°C und 50 °C, das irische Warmluftbad in etwa 50°C bis 55°C. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei diesen Varianten bei 95% bis 100%.

Wem dass zu feucht ist, sollte ein Soft-Dampfbad oder Warmluftbad besuchen. Die Temperaturen liegen hier bei etwa 50°C bzw. 45°C, dafür wird jedoch eine Luftfeuchtigkeit von 45% bzw. nur 18% erreicht.

Weitere Saunaarten sind

  • das Kräuterbad: ähnlich dem Warmluftbad bei 40°C bis 45°C mit Zugabe von Kräutern während des Aufgusses,
  • die Eukalyptussauna: 75°C bis 90°C mit einer Luftfeuchtigkeit von 20% bis 35%), die Bio-Sauna (ca. 60°C und 40% Luftfeuchtigkeit,
  • das Heubad: während des Dampfbades werden die Inhaltsstoffe von Heu und Heublumen bei ca. 80°C erhitzt und die Dünste somit verteiltet,
  • die Alpensauna: Alpenkräuter und ätherische Öle werden bei 85°C verströmt und
  • die Steinsauna: über dem Ofen bzw. der Feuerstelle befindet sich ein Korb mit faustgroßen Steinen, diese strahlen durch die Erhitzung gleichmäßig Temperaturen von 90°C ab.

Wer es eher esoterisch mag, kann bei Bedarf auch eine Edelsteinsauna aufsuchen. Hier werden über dem Ofen statt „normalen“ Steinen Mineralien wie zum Beispiel Bergkristalle und Amethysten angebracht. Die durch die Hitze erzeugten Schwingungen sollen sich positive auf Geist und Körper auswirken. Modern und noch recht neu sind die sogenannte Infrarotsauna und das Sanarium. Die Infrarotsauna verbindet die Vorteile der herkömmlichen Sauna mit einer Infrarotkabine. Das Sanarium ist grundsätzlich mit der Bio-Sauna vergleichbar, was die Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswerte anbelangt. Darüber hinaus kommen ätherische Ölaufgüsse und bzw. oder unterschiedliche Lichteffekte im Sinne einer Lichttherapie zum Einsatz.

Aufgepasst beim Saunabesuch

Doch trotz dieser vorteiligen Wirkungen der Sauna sollten Personen, die zum Beispiel unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krampfadern, Thrombosen, Entzündungen und Infektionskrankheiten leiden, von einem Saunabesuch ablassen – zumindest, bis die Erkrankung(en) vorbei und genesen sind. Vor allem ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke sollten vor dem ersten Saunabesuch unbedingt einen Arzt aufsuchen und sich beraten lassen.

Wer bisher noch nicht eine Sauna aufgesucht hat, sollte sich im Familien-, Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis einmal aufmerksam umhören. Vielleicht gehen nicht so viele Menschen regelmäßig in die Sauna, wie sie es gerne täten (aus welchen Gründen auch immer). Aber der eine oder die andere ist sicher dabei, der/die einen Saunagang ab und zu in den Alltag oder nach dem Sport integriert oder sogar in Verbindung mit einem Wellnesstag verbindet.
Durch persönliche Erzählungen und Eindrücke können die subjektiven Empfindungen am besten beschrieben werden. Erfahrene Saunagänger können auch gleich praktische Tipps und Empfehlungen aussprechen.

Wirkungsweise der Sauna

Das Saunieren soll in der Infrarotsauna oder im Sanarium überwiegend medizinischen Zwecken dienen und wird somit zur Behandlung von Herz-Kreislaufbeschwerden, Stoffwechselstörungen, Muskulaturverspannungen, chronischen Schmerzen, Durchblutungsstörungen und asthmatischen, rheumatischen sowie nervösen Erkrankungen eingesetzt.

Aber nicht nur der Besuch eines Sanariums kann Linderung bei Beschwerden schaffen. Auch die finnische Sauna sowie alle anderen Saunaarten bzw. Dampfbäder haben nachweislich eine positive Wirkung auf das vegetative Nervensystem, das Immunsystem, die Haut und das subjektive Wohlbefinden. Somit führt regelmäßiges Saunieren zur Abhärtung und erhöht somit den Schutz vor Erkältungskrankheiten. Vor allem der mehrmalige Wechsel vom Erhitzen des Körpers und der anschließenden sofortigen Abkühlung durch ein kaltes Bad bzw. eine Dusche entspannt vordergründig die Muskeln. Darüber hinaus wird der Kreislauf angeregt, der Blutdruck gesenkt, die Atmung beschleunigt, das Immunsystem gestärkt und der Stoffwechsel angekurbelt.

Ein Saunabad unterstützt jedoch auch die Pflege der Haut und kann die Hautalterung verlangsamen. Durch das Schwitzen weiten sich die Blutgefäße und die Durchblutung steigt. Das Abkühlen führt dann wiederum dazu, dass die Blutgefäße sich verengen. Diese wiederholte Abfolge ist somit gut für die Durchblutung und Straffheit der Haut.

Für den diese Gründe jedoch nicht ausreichend erscheinen, soll an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, das jede/r Saunabesucher/in im Anschluss über ein absolutes Wohlgefühl berichtet. Man fühlt sich nach dem Saunieren ruhig, entspannt und gereinigt.

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