März 7, 2021

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Sauna – Die Entspannung nach dem Sport ist wichtig

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Sauna - Die Entspannung nach dem Sport ist wichtig

Die Sauna ist inzwischen weit über die Landesgrenzen Finnlands, wo sie ursprünglich herstammt, bekannt. Der unvergleichliche, weltweite Siegeszug der Sauna muss also eine logische Erklärung haben. Dieser Beitrag soll ein wenig das Wunder und den Erfolg der Sauna erklären, Aufschluss über den Ablauf und die Wirkungsweise des Saunierens geben, sowie diverse Saunaarten und die Auswirkungen auf die Gesundheit etwas näher beleuchten.

Die Sauna von innen

Eine Finnische Sauna besteht innen grundsätzlich aus Holz. Ein sich im Raum befindender Saunaofen (früher oftmals Ölöfen, heute vermehrt Elektroöfen) kann auf 80°C bis 130°C erhitzt werden. Der Saunaraum ist mit Holzsitzbänken ausgestattet, die – je nach Größe der Sauna und Wunsch der Betreiber – auf zwei bis drei unterschiedlichen Höhen stufenweise angebracht sind.

Das Hauptaugenmerk liegt dabei darauf, dass warme bzw. heiße Luft nach oben steigt. Somit nimmt auch die Temperatur in der Sauna nach oben hin zu. Wer also auf der obersten Stufe sitzt, kann die höchste Hitze in der Sauna genießen. Während des Saunierens wird ständig Frischluft zugeführt, die zum einen sofort durch den Ofen erhitzt wird und somit dafür sorgt, dass eine konstante Temperatur vorherrscht. Zum anderen ist somit auch eine notwendige Luftzirkulation sichergestellt.

Damit die hohe Luftfeuchtigkeit beibehalten bzw. sogar erhöht wird, damit gleichzeitig die gefühlte Temperatur in der Sauna steigt, wird während des Saunierens immer wieder Wasser auf die sich auf dem Saunaofen befindenden heißen Steine gegossen. Dieser Vorgang wird als Aufguss bezeichnet. Der Aufguss erzeugt den sogenannten löyly-Wasserdampf (sprich: löülü). Im Laufe der Zeit hat es sich mehr und mehr verbreitet, ätherische Öle in den Aufguss zu geben. Ebenfalls weit verbreitet – zumindest in Mitteleuropa – hat sich das Verteilen des entstehenden Dampfes durch Handtuchschlagen.

Aufgussarten

Zu den am meisten bzw. weit verbreitetsten Aufgussarten zählen neben den bereits erwähnten aromatischen Aufgüssen durch Duftöle,

  • der Eis- und Schneeaufguss: die dabei verwendeten Eiswürfel schmelzen gleichmäßig und erzielen demnach einen intensiveren Effekt,
  • der Salzaufguss: bei dem Salzwasser verwendet wird, welches beim Verdampfen die Luft mit Salz anreichert und somit besonders für Allergiker, Asthmatiker und Hautgeschädigte zu empfehlen ist,
  • der Birkenaufguss: während des Aufgusses wird der Körper mit Birkenbüscheln geschlagen, damit die Blutzirkulation angeregt wird,
  • der Honigaufguss: hierbei wird der Körper vor dem Saunagang mit Honig eingerieben, damit dieser beim Schwitzen flüssig wird und in die Haut einzieht und
  • der Fruchtaufguss: dabei wird während des Aufgusses kaltes oder geschnittenes Obst als Vitaminzufuhr und Erfrischung verzehrt.

Das Wort Sauna stammt aus dem Finnischen. Im Ursprungsland der Sauna wird diese auch öfter als finnisches Bad oder Schwitzstube tituliert. Hierzulande hat sich jedoch auch der Begriff Sauna durchgesetzt.

Die Finnen haben die Sauna ursprünglich verwendet, um sich zu säubern bzw. den Körper durch jede Pore zu reinigen. Erst später konnten Untersuchungen feststellen, dass die Sauna ernorm positive Wirkungen auf den Körper sowie die Gesundheit hat. Dazu später mehr.

Verschiedene Arten von Saunen

Mit der oben beschriebenen finnischen Holzsauna sind sogenannte Dampf- oder feuchte Warmluftbäder vergleichbar. Ebenfalls sehr bekannt sind

  • das türkische Bad (Hamam),
  • das römische Dampfbad (Caldarium),
  • das russische Dampfbad (Banja),
  • das japanische Badehaus (Sento),
  • das irische Dampfbad oder
  • das mexikanische Temazcal.

Im Vergleich zur finnischen Sauna unterscheiden sich diese Sauna-Varianten überwiegend in Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswerten. Das türkische und russische Dampfbad erzielt Temperaturen zwischen 40°C und 50 °C, das irische Warmluftbad in etwa 50°C bis 55°C. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei diesen Varianten bei 95% bis 100%.

Wem dass zu feucht ist, sollte ein Soft-Dampfbad oder Warmluftbad besuchen. Die Temperaturen liegen hier bei etwa 50°C bzw. 45°C, dafür wird jedoch eine Luftfeuchtigkeit von 45% bzw. nur 18% erreicht.

Weitere Saunaarten sind

  • das Kräuterbad: ähnlich dem Warmluftbad bei 40°C bis 45°C mit Zugabe von Kräutern während des Aufgusses,
  • die Eukalyptussauna: 75°C bis 90°C mit einer Luftfeuchtigkeit von 20% bis 35%), die Bio-Sauna (ca. 60°C und 40% Luftfeuchtigkeit,
  • das Heubad: während des Dampfbades werden die Inhaltsstoffe von Heu und Heublumen bei ca. 80°C erhitzt und die Dünste somit verteiltet,
  • die Alpensauna: Alpenkräuter und ätherische Öle werden bei 85°C verströmt und
  • die Steinsauna: über dem Ofen bzw. der Feuerstelle befindet sich ein Korb mit faustgroßen Steinen, diese strahlen durch die Erhitzung gleichmäßig Temperaturen von 90°C ab.

Wer es eher esoterisch mag, kann bei Bedarf auch eine Edelsteinsauna aufsuchen. Hier werden über dem Ofen statt „normalen“ Steinen Mineralien wie zum Beispiel Bergkristalle und Amethysten angebracht. Die durch die Hitze erzeugten Schwingungen sollen sich positive auf Geist und Körper auswirken. Modern und noch recht neu sind die sogenannte Infrarotsauna und das Sanarium. Die Infrarotsauna verbindet die Vorteile der herkömmlichen Sauna mit einer Infrarotkabine. Das Sanarium ist grundsätzlich mit der Bio-Sauna vergleichbar, was die Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswerte anbelangt. Darüber hinaus kommen ätherische Ölaufgüsse und bzw. oder unterschiedliche Lichteffekte im Sinne einer Lichttherapie zum Einsatz.

Aufgepasst beim Saunabesuch

Doch trotz dieser vorteiligen Wirkungen der Sauna sollten Personen, die zum Beispiel unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krampfadern, Thrombosen, Entzündungen und Infektionskrankheiten leiden, von einem Saunabesuch ablassen – zumindest, bis die Erkrankung(en) vorbei und genesen sind. Vor allem ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke sollten vor dem ersten Saunabesuch unbedingt einen Arzt aufsuchen und sich beraten lassen.

Wer bisher noch nicht eine Sauna aufgesucht hat, sollte sich im Familien-, Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis einmal aufmerksam umhören. Vielleicht gehen nicht so viele Menschen regelmäßig in die Sauna, wie sie es gerne täten (aus welchen Gründen auch immer). Aber der eine oder die andere ist sicher dabei, der/die einen Saunagang ab und zu in den Alltag oder nach dem Sport integriert oder sogar in Verbindung mit einem Wellnesstag verbindet.
Durch persönliche Erzählungen und Eindrücke können die subjektiven Empfindungen am besten beschrieben werden. Erfahrene Saunagänger können auch gleich praktische Tipps und Empfehlungen aussprechen.

Wirkungsweise der Sauna

Das Saunieren soll in der Infrarotsauna oder im Sanarium überwiegend medizinischen Zwecken dienen und wird somit zur Behandlung von Herz-Kreislaufbeschwerden, Stoffwechselstörungen, Muskulaturverspannungen, chronischen Schmerzen, Durchblutungsstörungen und asthmatischen, rheumatischen sowie nervösen Erkrankungen eingesetzt.

Aber nicht nur der Besuch eines Sanariums kann Linderung bei Beschwerden schaffen. Auch die finnische Sauna sowie alle anderen Saunaarten bzw. Dampfbäder haben nachweislich eine positive Wirkung auf das vegetative Nervensystem, das Immunsystem, die Haut und das subjektive Wohlbefinden. Somit führt regelmäßiges Saunieren zur Abhärtung und erhöht somit den Schutz vor Erkältungskrankheiten. Vor allem der mehrmalige Wechsel vom Erhitzen des Körpers und der anschließenden sofortigen Abkühlung durch ein kaltes Bad bzw. eine Dusche entspannt vordergründig die Muskeln. Darüber hinaus wird der Kreislauf angeregt, der Blutdruck gesenkt, die Atmung beschleunigt, das Immunsystem gestärkt und der Stoffwechsel angekurbelt.

Ein Saunabad unterstützt jedoch auch die Pflege der Haut und kann die Hautalterung verlangsamen. Durch das Schwitzen weiten sich die Blutgefäße und die Durchblutung steigt. Das Abkühlen führt dann wiederum dazu, dass die Blutgefäße sich verengen. Diese wiederholte Abfolge ist somit gut für die Durchblutung und Straffheit der Haut.

Für den diese Gründe jedoch nicht ausreichend erscheinen, soll an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, das jede/r Saunabesucher/in im Anschluss über ein absolutes Wohlgefühl berichtet. Man fühlt sich nach dem Saunieren ruhig, entspannt und gereinigt.

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odaban_1 Ahoi ihr Lieben! Heute beschäftigen wir uns einmal mit einem sehr wichtigen, allerdings auch unangenehmen Thema: Schweiß. Oh ja, wir sagen der klaren Körperflüssigkeit mal so richtig den Kampf an. Denn auch Deo und Schutz gehören für mich zu einem gepflegten Äußeren einfach dazu. Denn was nützt das schönste Make up, das schickste Outfit und die beste Ausstrahlung, wenn es unter den Achseln riecht wie 3 Tage altes Eiersalat Sandwich und sich dazu noch feucht fröhliche Flecken bilden. Aus diesem Grund habe ich mich sehr über die Erste Hilfe Box bei Schweißprobleme von Odaban gefreut: Hand Lotion, Antitranspirant und sogar Fußpulver sind enthalten. Praktisch. Um die Produkte wirklich auf Herz und Nieren zu testen habe ich sie ganz besonders anstrengenden Situationen ausgesetzt: Die Handcreme während Renovierungsarbeiten bei 28 Grad unter Gummi Haushaltshandschuhen, das Fußpulver bei molligen 30 Grad samt Nylon Strumpfhose in Sportschuhen und das Deo in Dauernutzung bei den aktuellen Temperaturen bei der Gartenarbeit und zu sämtlichen Anlässen. Soviel sei verraten: Diese Aufgaben erfordern wirklich mehr als nur einen guten Schutz. Das ist echt harter Tobak. Beginnen wir mal mit der Handlotion. Normalerweise schwitze ich wirklich kaum an den Händen. Selbst bei 30 Grad nicht. Sobald ich allerdings Gummi Handschuhe überziehe, läuft die Suppe nur so herunter. Das ist nicht nur eklig, es bietet Bakterien auch noch jede Menge Angriffsfläche. Die Odaban Creme hat einen leicht herben, etwas kalkigen Duft. Keinesfalls unangenehm, aber eben auch nicht wohlig parfümiert. Die Konsistenz mutet auf den ersten Blick sehr schwer an, sie ist allerdings erstaunlich luftig und ergiebig. Sehr wenig Produkt genügt und meine ganze Hand ist eingecremt, eingezogen ist es nach wenigen Sekunden. Zurück bleibt ein leicht trockenes Gefühl, dennoch gut gepflegt. Unter den Gummi Handschuhen hielt der Schutz vor Schweiß tatsächlich erstaunlich lange an. Erst nach 3 Stunden harter, körperlicher Arbeit bei hohen Temperaturen began es leicht zu tröpfeln. Hier hätte ein Nachlegen der Creme oder eine Kombination mit dem Deo Spray sogar sicherlich noch Abhilfe geschaffen. So oder so: Die Handlotion von Odaban kann ich definitiv empfehlen. Egal ob man von Natur aus viel schwitzt oder es nur bei besonderen Gelegenheiten nutzt. 75ml kosten übrigens 14,99€. odaban_3 Das Fuß- und Schuhpulver für 14,99€ finde ich ja besonders lustig. Es kommt in einer dicht verschließenden Plastikpackung daher und bringt sogar einen eigenen Messlöffel mit. Nicht nur gegen das eigene Fuß Aroma soll das Pulver helfen, auch Gerüche aus Schuhen sollen der Vergangenheit angehören. Ich muss nicht extra erwähnen, dass ich daher todesmutig besonders müffelnde Sport Exemplare angezogen habe. Jede Frau weiß, dass gerade Nylon Strümpfe in solchen Schuhen ein Ding der Unmöglichkeit sind. Selbst, wenn man sonst nicht viel schwitzt – diese Kombination ist der pure Horror. Das Fußpulver hat aber dennoch sehr gute Arbeit geleistet. Zwar konnte ich nicht feststellen, dass Gerüche aus den schuhen verschwinden, aber meine Füße waren absolut Geruchsneutral. Nach 10 Stunden im Garten bei warmen Temperaturen. Auch nass war nichts – nicht mal minimal feucht. Selbst die Strumpfhose hätte man danach locker nochmal anziehen können, Sensation. odaban_2 Das Antitranspirant ist mit 30ml sehr handlich bemessen, allerdings auch recht ergiebig. Es soll regelmäßig angewendet (zunächst täglich Abends, dann 1-2x pro Woche) sogar bei wirklichen Härtefällen helfen. Nun gehöre ich nicht dazu, weshalb ich es natürlich nur aus Sicht eines schwachen Gelegenheits-Schwitzers beurteilen kann. Da hilft das Spray an sich sehr gut, gefällt mir aber vom Geruch überhaupt nicht. Ich bin da einfach ein bisschen Mädchen und komme mit seriösem Unisex mit leichtem Desinfektion Aroma nicht ganz klar. Da darf es doch lieber Blümchen oder Fruchtexplosion unter den Achseln sein. Aber: Der Wirksamkeit tut der gewöhnungsbedürftige Duft keinen Abbruch. Selbst nach der Gartenarbeit in der prallen Sonne haben sich keinerlei Flecken auf der Kleidung gebildet. Das muss man auch erst mal nachmachen! odaban_5

Gewinnspiel

Wenn ihr eure eigenen Erfahrungen mit den Odaban Produkten machen wollt, habt ihr nun die Gelegenheit dazu! Zusammen mit Odaban verlose ich Fünf praktische Erste Hilfe Boxen unter allen Teilnehmern. Die Boxen bestehen jeweils aus einem 30ml Antitranspirant, 50g Fußpulver sowie einigen Sachets der Handlotion. Was ihr tun müsst um zu gewinnen? – Liked die Facebook Seite von Odaban – Schickt mir euren Facebook Namen per Email an Gewinnspiel@NinjaHase.de und beantwortet folgende Frage:“Sport bei warmem Wetter. Yay oder Nay?” Einsendeschluss ist der 28.07.2013 um 22:00 Uhr. Teilnehmen dürfen alle Personen über 18 Jahre oder mit Einverständnis der Eltern, offen für Deutschland. Rechtsweg oder Barauszahlung des Gewinns ausgeschlossen. Nur eine Teilnahme pro Person, Mehrfachteilnahme führt zum sofortigen Ausschluss vom Gewinnspiel. Die Gewinner werden ausgelost und per Email benachrichtigt, der Gewinn wird von mir verschickt. Ich wünsche euch viel Spaß und Glück!